Wahlkampfauftakt der FDP: Bundesvorsitzender Christian Lindner unterstützt Böblinger Kandidaten Dr. Florian Toncar

Für seinen Wahlkampf konnte der Böblinger FDP-Bundestagskandidat Dr. Florian Toncar diese Woche auf prominente Unterstützung aus Berlin zählen. Zum Wahlkampfauftakt in der Motorworld auf dem Böblinger Flugfeld reiste auch der Bundesvorsitzende Christian Lindner an, um mit den Anwesenden die Themen der bevorstehenden Wahl zu diskutieren und um seine Unterstützung für die Kandidatur von Toncar auszusprechen.

Zur Eröffnung des Wahlkampfauftakts konnte der Kandidat eine entsprechend den COVID-Beschränkungen volle Teilnehmerzahl begrüßen. Rund fünfzig Gäste waren erschienen. In seiner Eröffnungsrede bezog Florian Toncar Stellung zur aktuellen Corona-Politik sowie zu Herausforderungen im Klimaschutz und der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Im letzten Bundestagswahlkampf sei oft gefragt worden, wozu es noch eine liberale Partei brauche. Zwar sei die Bundesrepublik immer noch ein sehr freiheitliches Land, jedoch hätten die Menschen in den letzten Monaten das Gefühl der Einschränkungen sehr deutlich erlebt. „Freiheit ist nie ein Zustand, der einmal erreicht wird, sondern er wird täglich neu ausgefüllt. Freiheit ist kein Geschenk, sondern muss eingefordert werden“, so Toncar.

Egal wie die Wahl ausginge, mit dem Ende der Ära Merkel würde eine Zäsur erreicht sein, so Toncar weiter. Der Regierungsauftrag nach der Wahl sei eine gewaltige Aufgabe. Unter dem Motto „Nie Gab Es Mehr Zu Tun“ stellte die FDP ihr Wahlprogramm vor mit dem Ziel, im September Regierungsverantwortung zu übernehmen. Toncar beschrieb einige inhaltliche Unterschiede im Vergleich zu den politischen Mitbewerbern. Anstatt einer CO2-Steuer stehe die FDP für einen CO2-Deckel in der Klimapolitik. Durch einen Deckel in allen wirtschaftlichen Bereichen gebe der Staat zwar das Ziel vor, überlasse die Wahl der effizientesten Mittel aber dem Markt. In der Steuerpolitik kritisierte Toncar, dass Deutschland weiterhin die mittleren Einkommen überdurchschnittlich stark belaste. Die Vorteile der Digitalisierung müssten genutzt werden, ohne dabei zu einer Einschränkung gesellschaftlicher Freiheiten zu führen.

Auch Christian Lindner führte seine Rede mit der Position der Liberalen im Umgang mit der Corona Pandemie an. Die FDP habe die Gefahr des Corona Virus nie verharmlost und Regierungsinitiativen nicht einfach abgelehnt, sondern Kritik auf die Anhörung von Experten und wissenschaftliche Evidenz gestützt sowie konstruktive Gegenvorschläge formuliert. Als Beispiel verwies Lindner auf den steuerlichen Verlustrücktrag für Unternehmen. Im Unterschied zu den Regierungsparteien habe die FDP jedoch eine größere Sensibilität für bürgerliche Freiheits- und Grundrechte sowie für die sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie gezeigt. Lindner stellte klar: einen neuen Lockdown werde es daher mit der FDP im Herbst nicht geben.

In der Klimapolitik signalisierte Lindner ebenfalls die Standfestigkeit der Liberalen: „Hans-Dietrich Genscher hat als erster Umweltminister das Umweltbundesamt gegründet, als Joschka Fischer noch mit Steinen warf“. Es brauche auch Finanzierbarkeit, um die Klimaziele wirklich zu erreichen. Aus dem für die FDP wichtigen Prinzip der Eigenverantwortung folge auch, dass die Steuerlast nicht immer weiter steigen dürfe. Lindner erinnerte: der Böblinger Wahlkampfauftakt falle auf dasselbe Datum wie der Steuerzahler-Gedenktag. Für die heutige Generation sei es kaum noch möglich, bis zum Ende des Berufslebens ein Eigenheim abzubezahlen. Die FDP habe daher Steuererhöhungen in einer Koalition ausgeschlossen.

Weiter äußerte sich Lindner auch zu Spekulationen um mögliche Regierungskoalitionen.
Er werde häufiger mit der Frage konfrontiert, ob er dieses Mal regieren werde. Dabei zeige die Beteiligung der FDP an drei Landesregierungen die Bereitschaft der Liberalen zur Regierungsverantwortung und zum Kompromiss. Allerdings würde man es sich nicht so leicht machen wie zuletzt die Christdemokraten in Baden-Württemberg.

Schließlich lobte Lindner nicht nur die Rolle von Toncar als Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion: neben seiner beruflichen Qualifikation als Jurist zeichne sich Toncar auch durch seinen unabhängigen, geradlinigen Charakter und seine klare Haltung aus. Lindner und Toncar arbeiten in Berlin eng zusammen: als parlamentarischer Geschäftsführer half Toncar nach dem Wiedereinzug der Liberalen beim Aufbau der Bundestagsfraktion mit. Für ein Parlament sei es zudem eine Bereicherung, so Lindner, wenn sich auch Kandidaten mit Entwicklungsperspektiven außerhalb der Politik dazu entschließen würden, sich stattdessen für das Gemeinwohl zu engagieren.

In der anschließenden Diskussion mit den Anwesenden gingen Lindner und Toncar weiter auf Themen der Altersvorsorge, des bezahlbaren Wohnraums und des Schulbetriebs in Zeiten von Corona ein. Als Gastgeschenk bedankte sich Toncar mit einem symbolischen Hybrid-Modellfahrzeug von Daimler für den Besuch des Bundesvorsitzenden.

Dr. Florian Toncar ist seit 2017 FDP-Bundestagsabgeordneter. Für seine erneute Kandidatur tritt er mit Erfahrungen aus drei Wahlperioden an: bereits von 2005 bis 2013 vertrat der Finanzpolitiker den Wahlkreis in Berlin während der Bewältigung der letzten Finanzkrise. In der aktuellen Legislaturperiode wurde Toncar zum parlamentarischen Geschäftsführer der Bundestagsfraktion gewählt und befasste sich als Obmann im Untersuchungsausschuss mit der Aufklärung des Wirecard-Bilanzskandals. Für die kommende Wahl am 26. September nominierten die Böblinger Liberalen Florian Toncar mit 100% der Stimmen erneut zu ihrem Kandidaten. Toncar kandidiert auf Platz 5 der baden-württembergischen Landesliste.

 

Florian Toncar bei der Übergabe des Gastpräsentes

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