
Mobilität verbessern
Der Kreis Böblingen ist ein starker Wirtschaftsstandort, aber auch eine Region mit einem hervorragenden kulturellen Angebot und reizvoller Landschaft. So ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen hierhin ziehen. Unsere Verkehrsinfrastruktur hat aber in den letzten Jahrzehnten nicht mit der Wirtschaftsentwicklung und dem Bevölkerungszuwachs mithalten können. Staus auf den Straßen kosten die Menschen Zeit und Nerven, schwächen den Wirtschaftsstandort und verunreinigen die Luft. Ich will an dieser Stelle auf die Projekte eingehen, die der Bund verwirklichen muss.
Von herausragender Bedeutung ist der Ausbau der A 81 auf sechs Spuren. Der Ausbau zwischen Gärtringen und Böblingen-Hulb wird durch das Konjunkturprogramm II finanziert. Die Bauvorbereitungen sind weit vorangeschritten, sodass mit dem Ausbau demnächst begonnen werden kann. Für das zügige Handeln gebührt allen Beteiligten großes Lob. Auch der jahrelange Streit zwischen Bund, Land, dem Landkreis und den Städten Böblingen und Sindelfingen um die Finanzierung der notwendigen Lärmschutzmaßnahmen für den Abschnitt zwischen Böblingen-Hulb und dem Stuttgarter Kreuz ist endlich beigelegt worden. Eine gemeinsame Finanzierung für einen 850 Meter langen Autobahndeckel steht. Damit können die Bauplanungen für diesen Abschnitt begonnen werden, um auch dieses Nadelöhr zu beseitigen. Zugleich werden die Anwohner weit besser vor Lärm und Abgasen geschützt, als das heute der Fall ist. Allerdings ist es bis zum tatsächlichen Baubeginn noch ein weiter Weg. Ich will mich in Berlin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass der Bund das Geld für den Ausbau so schnell wie möglich bereitstellt.
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Nadelöhr in Magstadt |
Mit dem Ausbau der B 464 zwischen Sindelfingen und Renningen wurde 2005 begonnen. Leider kam es seitdem immer wieder zu Verzögerungen, die nicht nachvollziehbar sind. Ich kann den Ärger vor Ort gut verstehen und will weiter auf mehr Tempo dringen. Wenigstens fertige Teilabschnitte müssen schnellstens für den Verkehr freigegeben werden. Auch der Ausbau der B464 zum Südanschluss Holzgerlingen muss alsbald realisiert werden, um die Entlastung, die durch die Böblinger Westumgehung erreicht wurde, vollends auszuschöpfen und den Ausbau dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung im Kreis sicherzustellen. Nachdem die Stadt Holzgerlingen die Planungskosten geschultert hat, sollte der Bund schnell für die nötige Finanzierung des Projektes sorgen und den alltäglichen Stau auf der Schönbuchlichtung beenden.
In der Region Stuttgart verbessert das Projekt Stuttgart 21 auch die Anbindung der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Böblingen an ein modernes Hochgeschwindigkeits-Schienennetz. Der Neubau der Schienenverbindung Stuttgart Hbf.-Flughafen-Ulm liegt daher im Interesse des Kreises und ist zügig anzugehen. Und der Kreis profitiert von einer weit besseren Anbindung an den Flughafen, sowohl aus Richtung Weil der Stadt/Leonberg, als auch aus Herrenberg/Böblingen/Sindelfingen. Deshalb, aber vor allem wegen seiner überragenden Bedeutung für ganz Baden-Württemberg, unterstütze ich Stuttgart 21.
Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass auch Züge des Fernverkehrs wieder in Böblingen Halt machen. Das ist wichtig, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung unseres Industriestandortes und des Flugfeldes. Allein in den Städten Böblingen und Sindelfingen könnte sich die Bahn damit über 100.000 Kunden erschließen, die umliegenden Städte und Gemeinden eingerechnet sogar deutlich mehr. Hinzu kommen zehntausende Pendler, die im Raum Böblingen/Sindelfingen arbeiten, aber auch Besucher und Unternehmenskunden aus aller Welt. An der Bahnstrecke Stuttgart-Zürich befinden sich weit unbedeutendere Städte, in denen der ICE Halt macht. Deshalb ist die Bahn dringend aufgefordert, hier etwas zu tun. Ich will in Berlin auch in den kommenden Jahren darauf dringen, dass es nicht bei entsprechenden Absichtserklärungen bleibt, sondern sich Böblingen auch wieder im ICE-Fahrplan findet.
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Schönbuchbahn |
Die Schienenanbindung des Kreises nach Süden, insbesondere in den Schwarzwald, an den Bodensee und in die gesamte Schweiz, läuft immer noch streckenweise über ein einziges Gleis. Das zweite Gleis für die Gäubahn ist daher ein vordringliches Schienenbauprojekt. Ein weiteres wichtiges Fernverkehrsprojekt betrifft die Schienenstrecke Stuttgart-Calw, die jährlich von rund 53.000 Zügen befahren wird. Die Belastung der Anwohner durch Eisenbahnlärm ist erheblich. Besonders betroffen sind die Kernstadt Leonberg sowie der Stadtteil Silberberg und der Teilort Höfingen. Die Stadt Leonberg ist ihrer Verpflichtung zur Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG nachgekommen und hat einen Lärmaktionsplan verabschiedet. Damit ist die Stadt sehr früh aktiv geworden, denn die EU schreibt die Lärmkartierung des Eisenbahnlärms erst in der zweiten Stufe im Jahr 2012 vor. Allerdings ist die Eisenbahnlärmbelastung für die Anwohner der Stadt Leonberg so intensiv, dass jetzt wirksame Lärmschutzmaßnahmen auf den Weg gebracht werden müssen.
Ein wichtiges regionales Verkehrsprojekt, das großen Einfluss auf den Verkehrsfluss im Kreis haben würde, ist die Verbindung von A 8 und A 81, die nordöstlich an Stuttgart vorbeiführt. Dies kann in Form eines Stuttgarter Autobahnrings oder durch einen vierspurigen Ausbau bzw. abschnittsweisen Neubau bestehender Bundesstraßen erreicht werden. Das würde die A 8 zwischen dem Kreuz Stuttgart und Leonberg und die A 81 zwischen Leonberg und Zuffenhausen entlasten, so dass die Bewohner unseres Kreises wesentlich seltener als derzeit schon zu Beginn einer Fahrt in kilometerlangen Staus stecken bleiben.
Der Stuttgarter Flughafen ist für die Bürger im Kreis, aber auch für unseren Wirtschaftsstandort unverzichtbar. Die Kapazitätsverbesserungen der vergangenen Jahre waren nötig. Allerdings ist mittlerweile ein Ausbaustand erreicht, der die Bedürfnisse unserer Region voll abdeckt. Wir haben keinen Anlass, den Stuttgarter Flughafen zum Billigflieger-Knotenpunkt in Süddeutschland zu machen und dadurch Flugverkehr zu uns zu ziehen, der aus ganz anderen Landesteilen stammt. Deshalb bin ich weiterhin gegen eine zweite Start- und Landebahn und eine Aufweichung des Nachtflugverbots. Der Flughafenbetreiber und die Fluggesellschaften sind außerdem dringend gefordert, die vorgeschriebenen Flugrouten und Flughöhen genau einzuhalten. Die Bürger in den Städten und Gemeinden westlich des Flughafens müssen vor weiteren Lärmbelastungen geschützt werden.





11.09.2010, 15:00
Hopfenzopfen in Aidlingen
19.09.2010, 17:00
Benefiz-Doppelkonzert in Magstadt
23.09.2010, 19:30
Empfang zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit