Bosch-Ansiedlung in Renningen

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Die Robert Bosch GmbH plant auf dem ehemaligen Flugplatz Renningen-Malmsheim ein Forschungs- und Entwicklungszentrum zu errichten. Im ersten Bauabschnitt plant Bosch, 160 Mio. Euro zu investieren und hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. Dies ist ein äußerst wichtiger Beitrag zur Stärkung der Wirtschaftskraft unserer Region.

Bisher wird das Gelände noch von der Bundeswehr als Landefläche für Fallschirmjäger genutzt. Auch wenn kein Zweifel am Übungsbedarf der Truppe besteht, ist der Platz jedoch weder von der Geländebeschaffenheit her für die Streitkräfte besonders geeignet, noch von seiner baulichen Infrastruktur unersetzbar.

Leider hat sich die Bundesregierung in dieser Angelegenheit lange einseitig vom Aspekt der Landesverteidigung leiten lassen und das wirtschaftliche Potential dieses Investitionsvorhabens übersehen. Dieses wirtschaftspolitische Versäumnis ist in der aktuellen Krise, in der kreditfinanzierte Programme im Umfang von rund 80 Mrd. Euro zur Belebung der Konjunktur aufgelegt wurden, nicht nachvollziehbar.

Daher habe ich bei Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg darauf gedrungen, innerhalb der Bundesregierung seinen Einfluss geltend zu machen, damit die Investitionen in die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze rasch möglich werden. Aus seiner ersten Antwort auf mein Schreiben ging jedoch hervor, dass er den Vorgang beim Bundesverteidigungsministerium in guten Händen sähe.

Erfreulicherweise ist mittlerweile Bewegung in die Sache gekommen. Am 03. September wurde das Eckpunktepapier zur Eigentumsübertragung und künftigen Nutzung des heutigen Bundeswehrgeländes in Renningen-Malmsheim durch die Robert Bosch GmbH unterzeichnet. Mit dem ersten Bauabschnitt soll bald begonnen werden. Das ist eine gute Nachricht für Bosch und die Region. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass sich der Bundeswirtschaftsminister für solche wichtigen Investitionsvorhaben einsetzt. Durch die Hängepartie zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung und den Bundeswirtschaftsministerium ist über ein Jahr verloren worden, in dem längst mit den Arbeiten hätte begonnen werden können. Diese Verzögerung ist ärgerlich und unnötig gewesen. Anderswo in der Welt geben Länder viel Geld aus, um Vorhaben wie diese anzusiedeln. In diesem Fall war nicht einmal das nötig. Die Firma Bosch hatte bereits zu Beginn der Verhandlungen einen Vorschlag für eine gemeinsame Nutzung des Geländes während einer zehnjährigen Übergangszeit gemacht.

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