Bilanz der 16. Wahlperiode

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Bilanz der 16. Wahlperiode

Die schlimmste Prophezeiung vor meiner Wahl in den Bundestag:
„Dort bekommst Du Magengeschwüre und graue Haare“.

Die erste Bewährungsprobe als jüngster FDP-Abgeordneter:
das Auszählen der Stimmen bei der Wahl zum Fraktionsvorstand und wurde mit Bravour gemeistert.

Dümmster Anfängerfehler:
Man kommt außerhalb der Öffnungszeiten in die Bundestagsbibliothek hinein. Aber auch nur hinein.

Berlins politischer Jungbrunnen:
Die Junge Gruppe der FDP-Bundestagsfraktion. Dort gilt man mittlerweile bis 43 als „jung“.

Am meisten Arbeit
machte mir das Positionspapier zur Menschenrechtspolitik

Ein unerwarteter Erfolg
war die fast einstimmige Zustimmung des Bundestages zu meinem Antrag, Zwangsarbeit von Strafgefangenen zu ächten und dafür zu sorgen, dass die dadurch hergestellten Produkte nicht auf den deutschen Markt kommen.

Die komplexeste Aufgabe der Wahlperiode:
Die Arbeit im Finanzmarktgremium. Die Stabilisierung von Unternehmen mit Milliardenbeträgen darf nicht zur Routine werden. Und es fehlt bisher an einer Strategie, wie der Staat sich aus der Stabilisierung von Banken wieder zurückzieht.

Ein besonders unvergesslicher Moment:
der herzliche Empfang der deutschen Delegation bei den gemeinsamen Regierungskonsultationen in Israel 2008.

Das bedrückendste Erlebnis:
Ein Besuch in Flüchtlingslagern in der Bürgerkriegsregion Darfur/Sudan.

Ich wünsche dem nächsten Deutschen Bundestag:
mehr Selbstbewusstsein gegenüber der Regierung als dem aktuellen.

Was die Deutschen brauchen
ist Zuversicht und die Fähigkeit, anderen schöne Dinge auch zu gönnen.

Mein feschestes Outfit:
Trainingsanzug im Reichstagsgebäude nach dem jährlichen Bundestagslauf im Berliner Tiergarten.

Die größte körperliche Herausforderung
Auf der Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft Engelberg in einer Tanzformation zu „Komm hol das Lasso raus“ zu tanzen.

Kulinarischer Geheimtipp:
Currywurst im Restaurant Tucher am Brandenburger Tor.

Das größte Opfer fürs Vaterland
war die Lebensmittelvergiftung, die ich mir in Uganda zugezogen habe, weil ich aus Höflichkeit den Drink (mit Eiswürfeln), den mir ein einheimischer Abgeordneter reichte, nicht abgelehnt habe.

Die praktischste Errungenschaft:
Nachrichtenticker aufs Handy. Das verändert das Leben.

Der beste Polit-Blog:
MdB2.0

Mein größter Dank
geht an meine aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter Ulrich Finkenbusch, Fabian Groß, Christian Jany, Alexandra Ott, Jennifer Schluck, Alfred Semmler, Christian Thiel und Fabian Waetzoldt.